Nutzungsbedingungen
Version: 26. Juli 2026
1. Anbieter, Geltungsbereich und Nutzerkreis
Diese Bedingungen regeln die Nutzung von Autofattura Estero durch den im Betreiberkasten genannten Anbieter. Pro-Tech IT Solutions ist ein Geschäftsbereich und eine Marke des Anbieters, kein eigenständiger Vertragspartner. Der Dienst ist Unternehmen, Freiberuflern und Personen vorbehalten, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen oder beruflichen Tätigkeit handeln. Der Kunde erklärt, nicht als Verbraucher zu handeln und eine registrierte Organisation wirksam vertreten zu dürfen. Verbraucher dürfen den Dienst nicht nutzen und müssen den Anbieter informieren; zwingende Schutzrechte bleiben unberührt.
2. Vertragsschluss und Konto
Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Registrierung annimmt und den Zugang aktiviert. Nutzer müssen richtige und aktuelle Angaben machen, Zugangsdaten schützen und unberechtigte Nutzung sofort melden. Jedes Konto und seine Dokumente werden einem getrennten Mandanten zugeordnet. Steuerberater und andere Berufsangehörige können logisch getrennte Kundenmandanten anlegen. Vor Zugriff oder Verarbeitung müssen sie über eine wirksame Beauftragung und gegebenenfalls erforderliche offizielle Delegationen verfügen, eine prüfbare Referenz dokumentieren und den Zugriff nach Ende des Mandats widerrufen. Die Bestätigung in der Anwendung ist keine Delegation gegenüber der Agenzia delle Entrate. Diese Bedingungen, Datenschutzerklärung, Cookie-Richtlinie, der gewählte Tarif und die Auftragsverarbeitungsvereinbarung in Ziffer 9 bilden die Vertragsgrundlage.
3. Enthaltene und ausgeschlossene Leistungen
Der Dienst ermöglicht das Hochladen von PDF- und Bilddateien, die automatisiert unterstützte Erfassung ausländischer Rechnungen, Kontrolle und Korrektur erkannter Daten, die VIES-Prüfung einer Partita IVA, die Dokumentation eines Banca-d'Italia-Wechselkurses, Vorbereitung von FatturaPA-XML-Dateien der Typen TD17, TD18 und TD19, Verwaltung von Nummernserien, Duplikaten, Lieferanten und Archiv sowie Statusbenachrichtigungen. Ohne gesonderte schriftliche Vereinbarung nicht enthalten sind SdI-Übermittlung, digitale Signatur, gesetzeskonforme elektronische Langzeitarchivierung, Buchführung, endgültige Steuerberechnung sowie Steuer- oder Rechtsberatung.
4. Prüfpflichten des Nutzers
Nur der Nutzer kennt den wirtschaftlichen Sachverhalt und muss Originalbeleg sowie alle erkannten und erzeugten Daten vollständig kontrollieren. Vor Verwendung sind mindestens Lieferantenidentität und -land, Umsatzsteuer- oder Steuer-ID, Rechnungsnummer und -datum, Leistungsbeschreibung, Art des Umsatzes, Bemessungsgrundlage, Steuersatz und Steuer, Typ TD17/TD18/TD19, Ausstellungsdatum, Nummerierung, verknüpfte Belege, Übermittlungsfristen und Daten des Cessionario/Committente zu prüfen. Sonderfälle, Gutschriften, Mischrechnungen, ermäßigte Steuersätze, bereits in Italien befindliche Waren und Geschäfte mit Betriebsstätten erfordern fachliche Prüfung. Über Nutzung oder Übermittlung entscheidet allein der Kunde; er bleibt für rechtzeitige Einreichung, Aufbewahrung und Steuerpflichten verantwortlich.
5. Automatisierte Dateien und keine Ergebnisgarantie
Unterstützte Erfassung und XML-Erzeugung können Texte, Beträge, Vorzeichen, Steuersätze, Länder, Dokumenttyp, Währung, Kursdatum oder Steuerregeln falsch interpretieren. Jede Datei ist ein technischer Entwurf, keine Beratung oder versandfertige Erklärung, und muss vom Nutzer sowie mit einem aktuellen Validator geprüft werden. Eine technische Validierung oder die offizielle Herkunft eines Kurses beweist nicht, dass Kursdatum oder Methode im Steuerfall richtig sind. Der Anbieter garantiert weder Extraktion, Berechnung, Wechselkurse, Steuersätze, Nummerierung oder Duplikatprüfung noch Richtigkeit, Vollständigkeit, steuerliche oder rechtliche Eignung, Einzelfallkonformität, Annahme durch SdI oder Behörden oder Fristwahrung. Ohne unabhängige Prüfung darf sich der Kunde nicht auf das Ergebnis verlassen. Der Anbieter haftet nicht für Inhalt oder Steuer- und Rechtsfolgen, soweit Fehler aus Original, Kundendaten oder -einstellungen, bei pflichtgemäßer Kontrolle erkennbarer automatisierter Fehlinterpretation, unterlassener Korrektur, späterer Änderung oder weisungswidriger Verwendung stammen. Zwingende Haftung nach Ziffer 12 bleibt unberührt.
6. Verfügbarkeit, technische Änderungen und Kopien
Der Dienst wird nach dem verfügbaren Stand der Technik bereitgestellt. Wartung, Updates, Netzwerkstörungen, Ausfälle externer Systeme, Angriffe oder höhere Gewalt können ihn unterbrechen. Ohne gesonderte Vereinbarung werden weder durchgehende Verfügbarkeit, Verarbeitungszeit, Zustellung von Benachrichtigungen noch dauerhafte Speicherung garantiert. Warteschlangen können erneut verarbeitet werden. Kunden müssen Dokumente selbst herunterladen und unabhängig sichern und dürfen den Dienst nicht als einziges Steuerarchiv verwenden.
7. Tarife, Zahlung, Verlängerung und Kündigung
Je Nutzer sind zwei erfolgreiche XML-Erstellungen pro Kalendermonat kostenlos, sofern kein ausdrücklich abweichendes oder befreites Konto vorliegt. Fehlgeschlagene Versuche verbrauchen kein Kontingent. Bezahlte Tarife enthalten die angegebene Dokumentenzahl und werden monatlich über PayPal abgerechnet. Preis, anwendbare Umsatzsteuer, Zeitraum und Tarifinhalt werden vor Bestätigung angezeigt. Das Abonnement verlängert sich automatisch bis zur Kündigung. Die Kündigung stoppt die nächste Abbuchung; der bezahlte Zeitraum bleibt bis zum Ende aktiv und wird nicht anteilig erstattet, außer bei zwingenden Rechten oder einem vom Anbieter verursachten Abrechnungsfehler. Unverbrauchte Kontingente werden nicht übertragen. Erstattungen, Rückbuchungen oder Zahlungsstreitigkeiten können das Kontingent bis zur Prüfung sperren. Für den Zahlungsdienst gelten zusätzlich die PayPal-Bedingungen.
8. Dokumente, Rechte und rechtswidrige Inhalte
Der Kunde behält seine Rechte an Dokumenten und Daten und räumt dem Anbieter nur die für Speicherung, Kopie, Analyse, Umwandlung und Bereitstellung während der Dienstleistung erforderlichen technischen Rechte ein. Er garantiert, zur Verarbeitung und zum Upload berechtigt zu sein, Betroffene ordnungsgemäß zu informieren und keine rechtswidrigen Inhalte, Schadsoftware oder unnötigen Daten hochzuladen. Kundendokumente werden nicht zum Training öffentlicher Modelle verwendet.
9. Auftragsverarbeitungsvereinbarung nach Artikel 28 DSGVO
9.1 Gegenstand und Dauer. Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten in Rechnungen, Anlagen, Stammdaten und erzeugten Dateien für die Vertragsdauer bis zur vorgesehenen Rückgabe oder Löschung im Auftrag des Kunden.
9.2 Art und Zweck. Verarbeitungsvorgänge umfassen Empfang, Speicherung, Extraktion, Strukturierung, Vergleich, Erzeugung, Anzeige, Download, Support, Sicherheit und Löschung. Zweck ist die Bereitstellung der Dienstfunktionen nach dokumentierten Weisungen des Kunden, die aus diesen Bedingungen, Einstellungen und Handlungen in der Anwendung bestehen.
9.3 Daten und Betroffene. Verarbeitet werden können Identifikations-, Kontakt-, Steuer-, Wirtschafts- und Berufsdaten von Kunde, Beschäftigten, Lieferanten, Kunden des Kunden, Freiberuflern, Einzelunternehmen und weiteren in den Belegen genannten Personen. Der Dienst ist nicht für die systematische Verarbeitung besonderer Kategorien nach Artikel 9 DSGVO vorgesehen; der Kunde vermeidet sie, soweit sie nicht zwingend erforderlich und rechtmäßig sind.
9.4 Pflichten des Anbieters. Der Anbieter verarbeitet nur auf dokumentierte Weisung, weist auf erkennbar rechtswidrige Weisungen hin, verpflichtet autorisierte Personen zur Vertraulichkeit, ergreift angemessene technische und organisatorische Maßnahmen, unterstützt den Kunden angemessen bei Betroffenenanfragen, Sicherheit, Verletzungen, Folgenabschätzungen und Behördenkontakten und stellt notwendige Nachweise zur Einhaltung von Artikel 28 bereit. Bekannt gewordene Verletzungen personenbezogener Daten werden dem Kunden unverzüglich gemeldet.
9.5 Unterauftragsverarbeiter. Der Kunde erteilt eine allgemeine Genehmigung für Hosting-, Infrastruktur-, Wartungs- und E-Mail-Anbieter mit gleichwertigen Verpflichtungen. Über wesentliche Änderungen informiert der Anbieter mit angemessenem Vorlauf; der Kunde kann aus dokumentierten Datenschutzgründen widersprechen. PayPal und VIES erhalten im Rahmen dieser Auftragsverarbeitung keine Rechnungsinhalte.
9.6 Übermittlungen. Rechnungsinhalte werden in der vom Anbieter konfigurierten Umgebung verarbeitet. Drittlandübermittlungen im Auftrag erfolgen nur auf Weisung oder mit einem gültigen Mechanismus nach Kapitel V DSGVO.
9.7 Rückgabe, Löschung und Kontrolle. Nach Vertragsende kann der Kunde Rückgabe in einem verfügbaren Format und Löschung verlangen, soweit keine Aufbewahrungspflicht besteht. Technische Restkopien werden nach ihren Zyklen gelöscht. Angemessene dokumentenbasierte Prüfungen sind möglich. Vor-Ort-Audits werden abgestimmt, dürfen andere Mandanten und Sicherheit nicht beeinträchtigen und können, soweit sie nicht durch eine Pflichtverletzung des Anbieters veranlasst sind, nach Aufwand berechnet werden.
10. Laufzeit, Sperrung und Beendigung
Der kostenlose Vertrag läuft unbefristet und kann jederzeit durch Kontoschließungsanfrage beendet werden. Bezahlte Tarife enden nach Kündigung zum Ende des bezahlten Zeitraums. Bei Sicherheitsrisiken, rechtswidriger oder missbräuchlicher Nutzung, Zahlungsverzug, Umgehungsversuchen oder Behördenanordnung darf der Anbieter sofort sperren. Soweit möglich, wird informiert und Abhilfe ermöglicht. Bei schwerer oder nicht behobener Verletzung kann gekündigt werden. Der Kunde muss erforderliche Dokumente exportieren und kann anschließend Löschung verlangen, vorbehaltlich gesetzlicher Pflichten.
11. Änderungen von Bedingungen und Preisen
Rechtlich, sicherheitstechnisch oder funktional erforderliche Änderungen werden mit neuer Version veröffentlicht. Wesentliche Änderungen werden mit angemessenem Vorlauf mitgeteilt. Preiserhöhungen gelten nur für künftige Verlängerungen und können durch Kündigung vor der Verlängerung abgelehnt werden. Weitere Nutzung gilt nur dann als Zustimmung, wenn dies gesetzlich zulässig ist; erforderlichenfalls wird erneut ausdrücklich bestätigt.
12. Haftung
Im Rahmen der Artikel 1229 und 1341 Codice civile sowie sonstiger zwingender Regeln haftet der Anbieter unbeschränkt nur für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit, zurechenbare Verletzung von Leben oder Gesundheit und andere zwingende Haftung einschließlich Datenschutz. Bei leichter Fahrlässigkeit bezüglich einer wesentlichen Vertragspflicht haftet er nur für den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, typischen unmittelbaren Schaden; sonstige leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen. Soweit rechtlich zulässig, sind entgangener Gewinn, Umsatz oder Chancen, mittelbare und Folgeschäden, Reputationsschäden, durch Sicherung vermeidbarer Datenverlust, Ansprüche Dritter, Mehrsteuern, Sanktionen, Zinsen und Beratungskosten ausgeschlossen. Für SdI, PayPal, VIES, Banca d'Italia, Hosting, E-Mail, Netze und andere Dritte haftet der Anbieter nur bei ihm zurechenbarem Verhalten. Die Gesamthaftung für leichte Fahrlässigkeit ist auf die in den vorherigen zwölf Monaten gezahlten Entgelte begrenzt. Der Kunde muss Schäden unverzüglich melden und mindern; Artikel 1227 Codice civile bleibt anwendbar. Die Grenzen gelten auch für Beschäftigte und Erfüllungsgehilfen.
13. Recht und Gerichtsstand
Es gilt italienisches Recht unter Ausschluss des Kollisionsrechts und des UN-Kaufrechts. Für Unternehmer und beruflich tätige Kunden ist, soweit gesetzlich zulässig, ausschließlicher Gerichtsstand Bozen. Eilrechtsschutz kann bei jedem zuständigen Gericht beantragt werden.
14. Schlussbestimmungen
Die Unwirksamkeit einer Klausel lässt die übrigen unberührt. Individuelle Änderungen bedürfen der Textform. Der Kunde darf den Vertrag nicht ohne Zustimmung übertragen; der Anbieter darf ihn bei Rechtsnachfolge oder Umstrukturierung unter Wahrung der Kundenrechte übertragen. Bei Abweichungen zwischen Übersetzungen ist die italienische Fassung maßgeblich.